{"id":929,"date":"2015-01-16T22:41:23","date_gmt":"2015-01-16T20:41:23","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=929"},"modified":"2015-01-16T22:41:23","modified_gmt":"2015-01-16T20:41:23","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=929","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 16"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dass gerade bei dieser Expedition schon in der Anfangsphase eine derart bedeutende Fundung ausgegraben werden konnte, stellt einen nichtallt\u00e4glichen Erfolg im Rahmen der arteologischen Arbeit vor Ort dar. Die ersten paar Wochen \u2013bei grossen Unternehmungen kann dies sogar mehr als ein Monat beanspruchen \u2013 dienen im Wesentlichen der Installation der notwendigen Grabungsinfrastruktur und den Vororterkundungen in Abstimmung mit den theoretisch erarbeiteten Planungsfeldern und Hauptgrabungsgebieten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Im Falle der Expeditionen in das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Lechtal<\/i>, das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kaunertal<\/i> und nunmehr in das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pitztal<\/i>, wurden die grundlegenden Grabungsgebiete bereits vorab durch <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> und sein Team in den Sommermonaten der Jahre 1987\/88, 1989 und 1990\/91 fussl\u00e4ufig erkundet und arteologisch insoweit erfasst, dass die grabungsrelevanten Vorarbeiten \u00fcberwiegend am <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Institut \u00b4der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/i> durchgef\u00fchrt werden konnten. Es geht dabei darum in einem ersten Schritt all jene Quellen zu erschliessen und katalogisch zu erfassen, in welchen sich schriftliche Hinweise auf arteologisch relevante Bez\u00fcge zum entsprechenden Grabungsgebiet finden und diese in weiterer Folge nach thematischer Zugeh\u00f6rigkeit in historische, arteologische, arch\u00e4ologische, geologische und sonstig wissenschaftlich relevante Texte zu ordnen und f\u00fcr eine entsprechende Sichtung und Wertung durch Fachpersonal zur entsprechenden Bearbeitung frei zu stellen. Je breiter hier die thematische Streuung liegt um so wichtiger wird eine leitende Agenda, deren Aufgabe keinesfalls in einer Art von hierarchischem Management liegt, vielmehr in einer ordnenden Zusammenschau diverser Fachrichtungen und deren Ergebnisse, um dergestalt letztendlich einen m\u00f6glichst genauen Einblick in das geplante Grabungsgebiet zu erhalten. Die internationale interdisziplin\u00e4re gemeinsame Ausrichtung erfordert gleichwohl einen gezielten Einsatz der meist begrenzten Mittel und M\u00f6glichkeiten der jeweiligen Institute, ergibt aber aus der Gesamtschau regelm\u00e4ssig ein beindruckendes Zeugnis wissenschaftlicher Arbeit. Auch wenn bei einem arteologischen Projekt die Federf\u00fchrung konsequenterweise in der Hand erfahrener Arteologinnen und Arteologen zu liegen hat, so bedeutet dies keineswegs eine Hintanstellung anderer wissenschaftlicher Disziplinen, vielmehr kann und wird jede derartige Zusammenarbeit immer auf Augenh\u00f6he und gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung beruhen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nur so war es m\u00f6glich, neben der infrastrukturellen Errichtung s\u00e4mtlicher Erfordernisse am Hauptgrabungsgel\u00e4nde und im Expeditionslager nahezu zeitgleich mit ersten Grabungen entlang des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbaches<\/i> zu beginnen. <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innsbruck.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-930\" alt=\"innsbruck, 1999, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innsbruck-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Der Einsatz der Studierendengruppe des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arch\u00e4ologischen Instituts der Universit\u00e4t Innsbruck<\/i> unter der Leitung von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i> war dabei ein wertvoller zus\u00e4tzlicher Beitrag, der noch dazu mit einer ersten bedeutenden Fundung der beschriebenen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Cult-Objecte<\/i> mit 24. Juli 1999 positiv abgeschlossen werden konnte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dadurch ergab sich auch die M\u00f6glichkeit sofort <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i> und seinem Team einen Querschnitt der Bodenproben aus dem Bereich der Trockenmauerung des Grabungsh\u00fcgels Nr. 4 und der betonartigen Abdichtungmasse, welche den Kubus wasserdicht und wasserabweisend sch\u00fctzte, f\u00fcr weitere labortechnische Untersuchungen mitzugeben.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nicht hoch genug ist zudem die parallel dazu verlaufende \u00d6ffentlichkeitsarbeit unter der bew\u00e4hrten Agende unseres Aquarellisten und Expeditionsfotografen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herrn Herwig Angerer <\/i>und unseres Experten f\u00fcr Polyglacialisierungen, <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herrn Mag. Peter Stolz <\/i>zu werten, die neben der Betreuung der lokalen Presse und den zwei in dieser Zeit stattgefundenen F\u00fchrungen f\u00fcr interessierte Bewohner der Gemeinden <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wenns<\/i> und <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arzl<\/i> auch dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreichischen Rundfunk<\/i>, <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstudio Tirol<\/i> (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ORF<\/i>) eineinhalb Tage rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung standen, um in ihrer fundierten Art und Weise, und dennoch allgemein verst\u00e4ndlich die Zielsetzungen und Methoden der Arteologie im allgemeinen und jene dieser Expedition im <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pitztal<\/i> im speziellen, entsprechend n\u00e4her zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass gerade bei dieser Expedition schon in der Anfangsphase eine derart bedeutende Fundung ausgegraben werden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=929"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":931,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/929\/revisions\/931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}