{"id":939,"date":"2015-01-25T14:49:39","date_gmt":"2015-01-25T12:49:39","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=939"},"modified":"2015-01-25T14:49:39","modified_gmt":"2015-01-25T12:49:39","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=939","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 19"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit der Fundung des dualen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Cult-Object<\/i> \u2013 Paares, verbunden mit der medialen Berichterstattung in diversen Lokalzeitungen und im regionalen Radioprogramm (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ORF Tirol<\/i>, <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreichischer Rundfunk<\/i>), avancierten die Grabungsst\u00e4tten entlang des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i> und vor allem nat\u00fcrlich das mittlerweile eingez\u00e4unte Hauptgrabungsgel\u00e4nde zu lokalen Sehensw\u00fcrdigkeiten. Selbst der Lagerplatz mit seinen Containern, Wellblechbaraken und Werkzeugschuppen wurde immer wieder von neugierigen Besuchern inspiziert. Nicht nur Einheimische und Anwohner des Grabungsgebietes, sondern vermehrt auch Touristen aus der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Bundesrepublik Deutschland<\/i>, aus den <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Niederlanden<\/i> und einige wenige aus <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grossbritannien<\/i> wurden in einer Art von \u201eGuided Tour\u201c durch den \u00f6rtlichen Direktor des Fremdenverkehrsverbandes in einer einst\u00fcndigen Wanderung herumgef\u00fchrt. Wie sich bei einem Gespr\u00e4ch zwischen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> und dem Direktor des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wennser<\/i> Fremdenverkehrsverbandes (korrekter: <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Fremdenverkehrsverband Vorderes Pitztal<\/i>) herausstellte, bewarb dieser auf der Homepage aktiv diese gef\u00fchrten Touren durch \u201edas zur Zeit wohl spannendste und vielversprechendste arteologische Grabungsgebiet im gesamten Alpenraum\u201c. <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i>, als Leiter dieser arteologischen Expedition befand sich weder in der Lage noch in der rechtlichen Position um derartige F\u00fchrungen zu unterbinden, wobei ohne Zweifel durch eine direkte Konfrontation mit dem Direktor des Fremdenverkehrsverbandes die bisher so reibungslose und friktionsfreie Zusammenarbeit erheblich gelitten h\u00e4tte. Es galt daher diese F\u00fchrungen zum einen auf strikt ausgewiesene Gel\u00e4ndeabschnitte und Bewegungslinien zu kanalisieren, um so etwaige Besch\u00e4digungen von fundrelevanten Grabungspl\u00e4tzen zu verhindern und insgesamt die logistischen Abl\u00e4ufe der Arbeiten in ihrem mobilen Konzept m\u00f6glichst wenig zu beeintr\u00e4chtigen, und zum zweiten s\u00e4mtliche Informationen die \u00fcber die Grabungen, das Grabungsgebiet, die bisherigen Fundungen, die Expedition und die Wissenschaft der Arteologie an die Besucher weiter gegeben werden auf ihren sachlich richtigen Inhalt zu \u00fcberpr\u00fcfen und, wo notwendig, kompromisslos zu korrigieren. So entstand unter der Agenda von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Peter Stolz<\/i>, dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Polyglaciologen<\/i> dieser Expedition, in zwei aufeinanderfolgenden Abendschichten, eine achtseitige Brosch\u00fcre, welche die wesentlichen Fakten und Daten in popul\u00e4rwissenschaftlicher Sprache dem interessierten Publikum zur Verf\u00fcgung stellt. Zeitlich einigte man sich darauf, dass an Wochentagen maximal zwei F\u00fchrungen stattfinden: eine um 10:00 Uhr vormittags und eine um 15:00 Uhr am Nachmittag. An Sonntagen, die entsprechend den Gepflogenheiten vor Ort arbeits- und grabungsfrei gehalten wurden, durften ganzt\u00e4gig F\u00fchrungen, entsprechend der jeweiligen Nachfrage angeboten werden. Es stellte sich letztendlich heraus, dass durchschnittlich zwei F\u00fchrungen pro Woche gebucht wurden, die organisatorisch leicht bew\u00e4ltigbar blieben und keinerlei Einschr\u00e4nkungen der Grabungsarbeiten mit sich brachten. Wie wichtig allerdings eine stringente wissenschaftlich-arteologische Begleitung solch touristischer Begleiterscheinungen ist, hat sich bereits bei den Ausgrabungen im <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wipptal<\/i> im Jahre 1984 gezeigt. Das dortige Museum (in der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Matrei am Brenner<\/i>) wird vom <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir <\/i>j\u00e4hrlich inspiziert, auf den neuesten Stand gebracht und zertifiziert. Sowohl bei Einheimischen als auch G\u00e4sten erfreut es sich nach wie vor grosser Beliebtheit und erf\u00fcllt somit abseits der investigativen Arbeit vor Ort jenen allgemeinbildenden Ansatz, der letztendlich mit ausschlaggebend ist f\u00fcr jede Form einer nachhaltigen Edukation.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-31.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-940\" alt=\"grabungsleitstand, pitztal, 1999, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-31-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Ab 28. Juli wurde das Hauptgrabungsgebiet rasterartig dem Parallelsondierungsverfahren unterzogen. Die gleichzeitig einsetzende witterungsm\u00e4ssige Besserung erleichterte diese Arbeiten ungemein, vorsorglich wurden jedoch bohlenbew\u00e4hrte Transportpfade zu den beiden Siebanlagen (je eine Trocken- und eine Sickersiebanlage) angelegt, um sowohl die Bringung des Grabungsgutes, als auch die Verbringung des Blindmaterials reibungslos zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Ein provisorischer Grabungsleitstand wurde zentral in und bei einem Heustadel eingerichtet, der dankenswerter Weise vom Besitzer kostenlos f\u00fcr die gesamte weitere Expeditionsdauer zur Verf\u00fcgung gestellt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Fundung des dualen Cult-Object \u2013 Paares, verbunden mit der medialen Berichterstattung in diversen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/939"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=939"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":941,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/939\/revisions\/941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}