{"id":955,"date":"2015-02-18T13:46:49","date_gmt":"2015-02-18T11:46:49","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=955"},"modified":"2015-02-18T13:46:49","modified_gmt":"2015-02-18T11:46:49","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-222","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=955","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 22\/2"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bei jeder Fundung erfolgt sofort nach der Absperrung eine neuerliche kleinmassstabige und genaue topografische Kartierung und Vermessung, um dergestalt das direkte Fundgebiet bis in die kleinsten Details kartografisch zu erfassen und zu dokumentieren. Diese Vorgangsweise erleichtert wesentlich jede Form einer nachgestellten Reduplikation und\/oder eines modellhaften Nachbaus, und bietet so die erforderlichen Grundlagen f\u00fcr weiterfolgende wissenschaftliche als auch museale und\/oder p\u00e4dagogische Ans\u00e4tze. Gerade der moderne museale Zugang mit seinen erlebnisorientierten, aktiven Teilnahmeformen wird auf Dauer vermehrt auf die<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>solid erarbeiteten Grundlagen jeder wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit vor Ort zur\u00fcckgreifen, um anhand dieser rekonstruierbaren Basisdaten neben einer visuellen Zug\u00e4nglichkeit auch das haptische Erleben zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Parallel zu dieser spezifischen, kleinr\u00e4umigen Vermessung und Kartierung erfolgte die Erfassung der entsprechenden Relevanzgr\u00f6ssen in fotodokumentarischer Form durch den Expeditionsfotografen Herrn <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herwig Angerer<\/i>. Dabei wird durch den Einsatz von genormten und standardisierten Vermessungslatten, sowie durch die Ablichtung einer lokalen Tageszeitung die archivarische Sicherstellung f\u00fcr sp\u00e4tere Verwendungen und Anwendungen vorbereitet und sowohl die r\u00e4umliche als auch zeitliche Dimensionierung nachhaltig fixiert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese beiden Arbeitsschritte wurden unter der Leitung von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Peter Stolz<\/i> und von Herrn <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herwig Angerer<\/i> vorgenommen. Zwischenzeitlich erfolgte die Einsichtung und Ausschilderung der zuf\u00fchrenden Wegstrecken, sowie die Festlegung der Transportroute f\u00fcr den Abtransport des Aushubmaterials.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">S\u00e4mtliche Systeme des Bergungscontainers (im exlozierten Lager an der Siedlungsgrenze der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wenns<\/i>) wurden hochgefahren, sowie die erforderlichen Transportbeh\u00e4ltnisse (Tragen, K\u00fchlboxen, Bergekisten) vorbereitet. Ein fabriksneuer Satz von Grabungswerkzeugen wurde nach der Sterilisation in Plastikh\u00fcllen verpackt und zum Fundort verbracht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Vor dem Beginn der eigentlichen Grabungen zur Bergung versammelte <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr<\/i>. <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arkadasch Dag<\/i> die gesamte Mannschaft im Speisezelt des Lagerbereichs und erkl\u00e4rte allen Beteiligten den genauen Ablauf der weiterf\u00fchrenden Arbeiten. Vier Teams erhielten dabei den Auftrag das spezifische botanische und geologische Umfeld des Fundortes probentechnisch nach den vorgegebenen Parametern zu erfassen, um so die nachfolgenden sparten- und f\u00e4cher\u00fcbergreifenden, wissenschaftlichen Untersuchungen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das eigentliche Grabungsteam, dessen Leitung <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> \u00fcbernahm, wurde mit einer Ganzk\u00f6rperschutzbekleidung, Atemmasken und Schutzbrillen ausgestattet, um jedm\u00f6gliche Verunreinigung infolge der Bergung von vornherein nach M\u00f6glichkeit auszuschliessen und\/oder zu minimieren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-956\" alt=\"humanoider fund, pitztal 1999, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-5-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die relevante Grabung selbst erfolgte im schichtspezifischen Abtragungsmodus, wobei die jeweilige Materialabtragung protokollarisch und fotografisch festgehalten wird. <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Peter Stolz<\/i> hatte bei der Absicherung des Sondierungsgrabens der sich s\u00fcdlich an die mobile Grabungsleitstelle anschloss eine lose Schottersch\u00fcttung freigelegt, die aufgrund ihres Fehlens von sandigen oder mergeligen Einlagerungen seine Aufmerksamkeit erregte. Diese Sch\u00fcttung lagerte in abfallender Richtung zum Ufer des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i> hin und reichte bis auf den gewachsenen Felsen. Die Freilegung dieser Sch\u00fcttung ergab eine Breite von 3,5 bis 3,7 m in west-\u00f6stlicher Richtung und erstreckte sich \u00fcber sieben Meter bis hin zum Uferbereich des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i>. Die Sch\u00fcttung selbst bestand ausschliesslich aus runden Kieseln, mit einer Rollierung zwischen zwei und 3,7 cm. Die L\u00e4ngsbegrenzungen bestanden aus Trockenmauerungen, welche im \u00f6stlichen Teil jedoch nur mehr in rudiment\u00e4ren Fundamentresten vorhanden waren, w\u00e4hrend sie im westlichen Verlauf nahezu unbesch\u00e4digt freigelegt werden konnten. Das Fehlen jeglicher Binde- oder Verdichtungsmittel verweist auf einen statischen Bauk\u00f6rper ohne bewohnbarer Zweckm\u00e4ssigkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei jeder Fundung erfolgt sofort nach der Absperrung eine neuerliche kleinmassstabige und genaue topografische Kartierung&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/955"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=955"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":957,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/955\/revisions\/957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}