{"id":963,"date":"2015-03-01T15:22:30","date_gmt":"2015-03-01T13:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=963"},"modified":"2015-03-01T15:22:30","modified_gmt":"2015-03-01T13:22:30","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-224","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=963","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 22\/4"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Gemeindeleitung der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wenns<\/i> stellte dem Team dankenswerter Weise ein kleines B\u00fcro mit Internetanschluss zur Verf\u00fcgung, so dass es nunmehr zu den Amtsstunden m\u00f6glich war, weltweit mit wissenschaftlichen und universit\u00e4ren Partnern auf kurzem Wege zu kommunizieren. Zudem verf\u00fcgte diese Expedition erstmalig \u00fcber ein geeignetes digitales Fotografiesystem, welches neben einer Kamera und den dazugeh\u00f6renden Objektiven auch die arteologisch standardisierte Version des wissenschaftlichen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pictura-Programms<\/i> beinhaltete, welches es erm\u00f6glichte entsprechende Bildausschnitte zu bearbeiten, zu vergr\u00f6ssern und zu versenden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der Expeditionsfotograf und Aquarellist <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herwig Angerer<\/i> fertigte eine Serie von 20 wissenschaftlichen Aufnahmen von beiden gefundenen Extremit\u00e4ten an, unter strenger Wahrung s\u00e4mtlicher hygienischen und mikroklimatologischen Bestimmungen. Dies bedingte, dass er s\u00e4mtliche Aufnahmen am 13. September 1999 im gesch\u00fctzten und abgeschotteten Bereich des Bergungscontainers umsetzte. Dabei wurde auf eine genaue Einhaltung der Kerntemperaturen der Fundst\u00fccke, als auch auf eine stabile Raumtemperatur von 4 \u00b0 Celsius geachtet, sowie auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 19 und 23 %. Dieser Prozentsatz hat sich als der optimale Feuchtigkeitsgrad der Umgebungsluft bei Untersuchungen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ad objectum<\/i> herausgestellt, da bei diesem Feuchtigkeitsgehalt die \u00dcbertragung von Pilzsporen oder bakteriologische Kontaminierungen weitestgehend auszuschliessen sind. Allerdings wird dieser Feuchtigkeitsgrad relativ schnell durch die Atemluft des jeweiligen wissenschaftlichen Personals erreicht, so dass es sich nach M\u00f6glichkeit generell empfiehlt in g\u00e4nzlich abgeschlossenen Laborsystemen, unter absoluter Schutzatmosph\u00e4re diesbez\u00fcglich zu arbeiten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dieser Aufwand ist vor Ort bei Expeditionen nicht zu bewerkstelligen. Es gilt daher nur jene Erstanalysen und Datenerfassungen durchzuf\u00fchren, die a priori unabdingbar f\u00fcr die fundtechnische Relevanz und den weiteren Expeditionsverlauf insgesamt sind.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mittels Email konnten sowohl die Fotos als auch Erstdaten in der Nacht vom 13. auf den 14. September 1999 verschickt werden und best\u00e4tigten mit den in den folgenden Tagen eintreffenden Antworten die pathologische Erstdiagnose des Expeditionsarztes <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Armin Lengauer<\/i>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-9.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-964\" alt=\"humanoider fund, pitztal 1999, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitzi_09_93-9-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Bei beiden Extremit\u00e4ten handelt es sich eindeutig um humanoide Funde. Die Anthropologin Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Marga Sudanavesi<\/i> ordnet in ihrer Erstbefundung der \u00fcbermittelten Daten beide Extremit\u00e4ten als weiblich und zu einer einzigen Hand geh\u00f6rig ein. Trotz der kalkhaltigen Belagsschicht ergab bereits ihre anatomische Vergleichsanalyse eindeutige Charakteristika einer spezifisch, individuellen Formung, die bei beiden Extremit\u00e4ten die Zusammengeh\u00f6rigkeit manifestiert. Sowohl von der zugrundeliegenden Knochenstruktur, als auch der Ausformung der Nagelbette und der Fl\u00e4chentextur der Oberhautschicht, ist auf Finger Nummer drei (Mittelfinger) und Finger Nummer vier (Ringfinger) einer linken, weiblichen Hand zu schliessen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die ersten drei, unabh\u00e4ngig voneinander durchgef\u00fchrten Altersbestimmungen der beiden humanoiden Funde durch das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pathologische Institut der Universit\u00e4t Innsbruck<\/i>, der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kriminaltechnologischen Abteilung des Gerichtsmedizinischen Instituts der Universit\u00e4t Warschau<\/i> und des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/i> ergaben \u00fcbereinstimmend eine zeitliche Zuordnung zur Epoche der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Zeit<\/i>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Durch den Mangel an direkt in Zusammenhang stehenden weiteren Fundungen im Rahmen dieser Fundstelle muss der genauen und interdisziplin\u00e4ren Untersuchung dieser humanoiden Fundst\u00fccke und der einschl\u00e4gigen Analyse und Bewertung des lokalen Umfeldes ein um so gr\u00f6sseres Augenmerk zuerkannt werden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gemeindeleitung der Gemeinde Wenns stellte dem Team dankenswerter Weise ein kleines B\u00fcro mit Internetanschluss&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/963"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=963"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/963\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":965,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/963\/revisions\/965"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}