{"id":996,"date":"2015-04-17T22:25:35","date_gmt":"2015-04-17T20:25:35","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=996"},"modified":"2015-04-17T22:25:35","modified_gmt":"2015-04-17T20:25:35","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=996","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 1"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 16.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">Die Arteologische Ausgrabung \u201eKitzb\u00fchel\u201c, Juni bis Oktober 2003<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 14.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 14.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 14.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 1<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/landkarte-kitzbuehel.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-998\" alt=\"landkarte kitzbuehel, 2003, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/landkarte-kitzbuehel-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Im Jahr 2001 wurde von den \u201e<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreichischen Bundesbahnen<\/i>\u201c (\u00d6BB) der Streckenabschnitt zwischen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">W\u00f6rgl<\/i> (Nordtiroler Unterland), \u00fcber die Tiroler Grenzgemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Fieberbrunn<\/i> in das \u00f6stlich benachbarte Bundesland <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Salzburg<\/i> (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreich<\/i>) abschnittsweise einer elektrotechnischen Erneuerung unterzogen. In diesem Zusammenhang kam es im Gemeindegebiet der Stadtgemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kitzb\u00fchel<\/i> im Rahmen von Kabelverlegungsarbeiten entlang der Gleisf\u00fchrung bei den Aushubarbeiten zur Entdeckung von historisch nicht unmittelbar zuordenbaren Fundamentfunden. Es ist dabei den strengen gesetzlichen Vorgaben der \u00f6sterreichischen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Bundesverwaltungsbeh\u00f6rden<\/i> zu verdanken, die in derartigen F\u00e4llen rigoros die Beiziehung von arch\u00e4ologischen Begutachtern verlangt, ohne deren Einwilligung jede Fortf\u00fchrung von weiteren Baumassnahmen untersagt bleibt, dass die dabei entdeckten Fundamentreste im Eilverfahren gesichtet, fotografiert, im Gipsgussverfahren dupliziert und fundtechnisch untersucht wurden. Zudem wurde verf\u00fcgt, dass die weiterf\u00fchrenden Kabelverlegungen an der gegen\u00fcberliegenden Seite des Gleisverlaufs fortzuf\u00fchren sind, um etwaige Fundungen zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese Sichtungs- und Bergungsarbeiten wurden von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i> vom <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck<\/i> geleitet. Bereits seine ersten Analysen belegten dabei eine hohe arteologische Relevanz und er nahm umgehend mit dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/i> unter <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> Kontakt auf, um in einer abgesprochenen Vorgangsweise die weiteren notwendigen wissenschaftlichen Schritte zu koordinieren. <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> reiste mit einem kleinen Expertenteam noch im Mai 2001 nach <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kitzb\u00fchel<\/i> und konnte so vor Ort mittels gezielter Sondierungsgrabungen das relevante Fundgebiet eingrenzen. Dadurch war es auch den <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreichischen Bundesbahnen<\/i> m\u00f6glich ohne gr\u00f6sseren Zeitverlust die anstehenden infrastrukturellen Arbeiten in diesem Bauabschnitt vor Einbruch des Winters abzuschliessen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bereits in den folgenden Monaten des Jahres 2001 konnte daher nach den entsprechenden Verhandlungen mit den jeweiligen Grundeigent\u00fcmern (die <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6BB<\/i>, eine angrenzende Parzelle weist die Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kitzb\u00fchel<\/i> als Grundeigent\u00fcmerin aus und das nord\u00f6stlich angrenzende, landwirtschaftlich genutzte Grundst\u00fcck befindet sich im Besitz einer privaten Erbgemeinschaft) ein Nutzungsvertrag mit explizitem Grabungsrecht f\u00fcr das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologische Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/i> in einem feierlichen Akt im Amt der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Landesregierung<\/i>, im Beisein der T\u00fcrkischen Botschafterin, Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Avcic G\u00fcnsel<\/i> und des Landeshauptmanns des Bundeslandes Tirols, Herrn <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Wendelin Weingartner<\/i>, unterzeichnet werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit dem Wintersemester 2001 begannen die entsprechenden Vorbereitungen dieser insgesamt siebten arteologischen Expedition nach <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Nordtirol<\/i>. Die Leitung dieser Expedition wurde wiederum <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> \u00fcbertragen, dem auch die Leitung s\u00e4mtlicher bisheriger Nordtiroler Expeditionen oblag. Zum ersten Mal beteiligte sich dabei das Bundesland <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tirol<\/i> finanziell an der Gestehung dieser Expedition. Dies ist sicherlich mit ein Ergebnis sowohl der bisherigen wissenschaftlich-arteologischen Arbeit seit den Jahren 1982 in Nordtirol, als auch der begleitenden popul\u00e4rwissenschaftlichen Aufbereitung s\u00e4mtlicher dabei freigelegter Funde und deren medialer als auch (in Ans\u00e4tzen) musealer Pr\u00e4sentation f\u00fcr eine breite, interessierte \u00d6ffentlichkeit. Gerade in der heutigen Zeit ist es unumg\u00e4nglich die wissenschaftliche Arbeit in ihrer Sinnhaftigkeit entsprechend zu positionieren, um dadurch jene breite Aufmerksamkeit zu erlangen und zu erhalten, die in weiterer Folge zum einen das unabh\u00e4ngige Primat der freien Lehre garantiert und zum anderen jenes Verst\u00e4ndnis und positive Wohlwollen innert der betroffenen Soziet\u00e4ten gew\u00e4hrleistet, ohne die eine moderne arteologische Forschung insgesamt nicht zielf\u00fchrend umgesetzt werden kann. Denn in den seltensten F\u00e4llen werden dabei die bestehenden eigenen Vorstellungen und oft auch Mythen der betroffenen lokalen Bev\u00f6lkerungsgruppen best\u00e4tigt \u2013 wesentlich h\u00e4ufiger kommt es dabei zu einer bisher nicht vorstellbaren Neudeutung und Neudefinierung der eigenen Genese, die teilweise sogar diametral dem eigenen Selbstverst\u00e4ndnis grundlegend widerspricht. Die Miteinbeziehung der arteologischen Erkenntnisse kann und darf dabei nicht auf spezifische Traditionen und Sitten, sowohl im soziokulturellen als auch kultischem Bereich R\u00fccksicht nehmen. Diesen Herausforderungen hat sich jede wissenschaftliche Forschung stets aufs Neue zu stellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arteologische Ausgrabung \u201eKitzb\u00fchel\u201c, Juni bis Oktober 2003 \u00a0\u00a0 Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/996"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=996"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/996\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":999,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/996\/revisions\/999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}